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Anlage eines Flachsbeetes

Am Freitag, dem 11.3.2016, trafen sich Frau Fuchsmann und Herr Hermes mit 3 Eltern, um im Hinterland unserer Schule die Pflasterung eines neuen Flachsbeetes vorzunehmen. Unter fachkundiger Anleitung durch Herrn Hoenen, mit tatkräftiger Unterstützung durch seine Frau und Herrn Paulsen ging es ans Werk. Vorher hatte bereits Kadir, der Helfer unseres Hausmeisters, die Grasnarbe abgehoben und Herr Hermes hatte mit der Garten-AG die Fundamente ausgehoben. Deshalb konnten wir sofort loslegen: Fertigmörtel als Fundamente, gut wässern und Herr Hoenen setzte Pflasterstein neben Pflasterstein. Damit auch alles gerade und in der Waage lag, wurde die Parzelle mit einer Schnur eingefasst.

Frau Hoenen und Frau Fuchsmann mussten zwischendurch noch neuen Fertigbeton kaufen, da die mitgebrachte Menge von Herrn Hoenen nicht ausreichte. Trotzdem ging die Arbeit zügig. Schon bald war alles fertig.

Natürlich hatten alle sich anschließend eine kleine Stärkung und einen heißen Kaffee verdient. Die Schule bedankt sich bei den engagierten Eltern. Das Schulteam bedankt sich bei den engagierten Eltern und freut sich darüber, dass die Gestaltung des Hinterlandes der Schule immer abwechslungsreicher und schöner wird, vor allem auch darüber, dass immer wieder Eltern sich tatkräftig für die Verschönerung der Martinus-Schule einsetzen.

Flachsaussaat

13.4.2016

Der Tag war da. Herr Wimmers erschien in seiner Bauernkleidung aus Leinen, die von den Bauern der Beecker Umgebung damals getragen wurde. Dazu hatte er Klompen (Holzschuhe) an. Er erklärte dem 3. Schuljahr die Bedeutung und die Aussaat des Leinsamens. Seine Erklärungen enthielten viele Ausdrücke des Plattdeutschen, die immer übersetzt werden mussten, weil viele Kinder diese Sprache nicht mehr verstehen. Außerdem wurde das Lied zur Flachsaussaat gesungen: "Et es so wiet!" (Übersetzung: Es ist soweit, nach 100 Tagen ist Flachsaussaat!)

Nach so viel Theorie gab es erst einmal eine Pause, in der die Schülerinnen und Schüler ihr Pausenbrot einnahmen, am besten ein Speckbrot, wie Herr Wimmers meinte, damit der Leinsamen nicht an den Fingern kleben bleibt.
Dann ging es nach draußen in den Hintergarten, wo das neue Flachsbeet schon auf die Aussaat wartete. Alle bekamen etwas Leinsamen und durften das Feld besäen.

Zum Schluss wurde mitten ins Beet ein Stock gesteckt, damit der Flachs weiß, wie hoch er wachsen muss. Jetzt gilt es 100 Stunden zu warten, bis die ersten Samen aus der Erde wachsen.

Die Klasse 3 und die Schulgartenkinder werden das Beet beobachten.

Wie schon im vorigen Jahr brauchte der Leinsamen doch mehr als die angesagten 100 Stunden, um zu keimen und aus der Erde zu wachsen. Diese Fotos stammen vom 13.5., sie zeigen den Flachs 1 Monat nach Aussaat.

Flachsernte

Am 1.9.2016 war es dann soweit: Der Flachs konnte geerntet werden. In der Klasse 3 erklärte Herr Hermes zunächst noch einmal, was man von der Flachspflanze brauchen kann, nämlich die Leinsamen, um daraus Öl zu gewinnen, und die Stengel der Pflanze, um daraus das Leinenfäden zu verarbeiten.

Dann ging es an die Arbeit!

Der Flachs wird gerauft, d.h. er wird mit den Wurzeln aus dem Boden gerissen. Die Schüler und Schülerinnen merkten, dass dies eine schwere Arbeit ist, vor allem, wenn man das den ganzen Tag tun muss. Die gerauften Pflanzen werden zu Büscheln zusammengelegt und mit einer Kordel zusammengebunden.

Zum Trocknen werden sie dann zu kleinen Garben zusammengestellt.

So vorbereitet können wir dann am 12.9.2017 aus diesen Pflanzen in mehreren Arbeitsschritten ein Leintuch herstellen. Wie das geht, zeigt uns Herr Wimmers in einem letzten Schritt im Flachsmuseum Beeck.

Wenn wir gut aufpassen und alles richtig machen, erhalten wir für unsere Arbeit anschließend auch das sogenannte Flachsdiplom.

Besuch des Flachsmuseums Beeck

Mit dem Besuch im Flachsmuseum Beeck am 19.9.2016 findet das diesjährige Flachsprojekt seinen Abschluss. Unsere eigene Flachsernte hatten wir mitgebracht. Begrüßt wurden wir dort von Herrn Wimmers und Frau Claßen, die beide von unserer Ernte begeistert waren. Nach einem kurzen Rundgang im Außenbereich des Museums erklärte uns Frau Claßen noch einmal alle Schritte der Flachsverarbeitung: Riffeln, Brechen, Schwingen, Hecheln, (Spinnen) und Weben.

Danach mussten die Schüler selbst ran. Eine Gruppe ging mit Herrn Wimmers nach draußen und musste die Arbeitsgänge selbst durchführen. Dabei stellten sie fest, dass vieles doch harte Arbeit ist, vor allem, wenn man diese Tätigkeit den ganzen Tag über ausführen muss.
Die zweite Gruppe konnte sich an kleinen Webrähmchen ein kleines Stück Stoff mit eigenem Muster herstellen.
Alle Schülerinnen und Schüler waren fleißig bei ihrer Arbeit.

Auch Frau Wibbeke war fleißig!

Alle konnten sehen, dass bei den einzelnen Arbeitsschritten viel Abfall in Form von kleinen Spänen, kurzen Leinfäden und Resten anfiel. Das wurde nicht weggeworfen. Alles konnte verwendet werden. Früher wurden daraus Säcke hergestellt, Seile, Löscheimer und vieles mehr. Auch heute noch werden u.a. Innenverkleidungen von Autos aus diesem Material gefertigt, weil es leicht und gut zu verarbeiten ist. In jedem Haushalt gibt es auch Spanplatten, hergestellt aus den Spänen der Flachspflanze.



Die Zeit ging viel zu schnell um. Wir alle haben eine ganze Menge gelernt. Deshalb, vor allem auch, weil alle sehr fleißig mitgearbeitet haben, erhielten alle Schülerinnen und Schüler das verdiente Flachsdiplom.
Frau Wibbeke dankte Herrn Wimmers, Frau Claßen und allen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Flachsmuseums, die unseren Kindern bei allen Schritten geholfen haben und mit Rat und Tat zur Seite standen.