Flachsprojekt 2017

Leinsamen


Auch in diesem Schuljahr haben wir wieder Leinsamen in unserem Flachsbeet ausgesät. Dieses Jahr war die Klasse von Frau Dahm an der Reihe. Schon Ende März kam Herr Wimmers in unsere Klasse und hat uns die einzelnen Schritte erklärt. Wie immer hatte er ein Hemd aus Leinenstoff und Klompen an. Seine Gitarre und der Maulwurf sind auch immer dabei.



Anfang April, wegen der Ferien etwas früher als am 100. Tag, haben wir dann den Leimsamen in unserem Beet ausgesät. Das Speckbutter haben wir vorher nicht gegessen, aber einige Kinder haben sich ein kleines Stöckchen in den Mund gesteckt, damit sie bei der Arbeit nicht quatschen konnten. Zum Schluss haben wir in das Beet noch einen Stock gestellt, damit der Leinsamen weiß, wie hoch er wachsen soll.



100 Stunden später sollte der Leinsamen aus der Erde kommen. Das hat aber nicht geklappt, weil es viel zu trocken war. Wir mussten viel länger warten. Deshalb dauerte es auch länger, bis wir die ersten Blüten, das sogenannte blaue Wunder, bestaunen konnten.



Zwischendurch mussten wir immer wieder Unkraut aus dem Beet entfernen, damit der Flachs mehr Platz zum Wachsen hatte. Direkt nach den Sommerferien konnten wir dann ernten.



Am 12.9.2017 fuhren wir mit dem Bus nach Beeck ins Flachsmuseum. Dort empfing uns Frau Claßen und erklärte uns, wie denn jetzt aus unserem mitgenommenen Flachs ein Leinenhemd wird:

Dazu müssen zunächst die Kapseln entfernt werden. Das ist das Riffeln. Anschließend muss der Stengel vom Holz befreit werden. Das nennt sich Brechen. Mit der Schwinge werden die restlichen Holzteile abgeschlagen. Das Bündel wird schließlich gehechelt (gekämmt), bis es ganz weich wie blondes Haar ist. Ein einzelner Faden würde leicht abreißen, deshalb müssen nun mehrere Fäden zusammen gesponnen werden.

Diese Fäden können dann zu einem Tuch gewebt werden.



Kinderarbeit



Jetzt mussten die Schülerinnen und Schüler die einzelnen Tätigkeiten selbst ausprobieren. Dazu wurde die Klasse in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe arbeitete draußen und machte aus dem groben Flachs die feinen Leinfäden. Die anderen versuchten, aus der Wolle ein Stück Stoff zu weben.


Vom Flachs zum Leinfaden


Die Weber


Nach getaner Arbeit gab es die verdiente Frühstückspause. Dann wartete auch schon wieder der Bus auf uns und es ging zurück zur Schule. Dort werden wir uns in den nächsten Tagen noch einmal in einem Zeichentrickfilm die ganzen Arbeitsschritte ansehen. Dann wissen wir über alle Vorgänge bestens Bescheid.

Übrigens, weil alle so gut mitgemacht haben, wurde allen Kindern das Flachs-Diplom ausgehändigt.

Dieses Projekt rund um den Flachs wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert.


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