Verzahnung Vor- und Nachmittag

Verzahnung nimmt in der Qualitätsentwicklung einen immer höheren Stellenwert ein – doch was bedeutet Verzahnung im Detail?
In erster Linie findet eine Verknüpfung von Unterricht und dem außerunterrichtlichen Bereich über die Schwerpunkte des Schulprogramms statt. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass ganztägig die gleichen Normen und Werte verfolgt werden und pädagogische Maßnahmen sich an denselben Richtlinien orientieren. Ein einheitliches Regelwerk, dem konsequent Rechnung getragen wird, ist für die Gemeinschaftsförderung unerlässlich und trägt dazu bei, dass unsere Schulkinder sich orientieren können und sich geborgen fühlen. Ein weiterer Bereich der Verzahnung erfolgt über die Inhalte und Themenstellungen des Unterrichts. Sofern es die Situation zulässt, werden am Nachmittag Themeninhalte spielerisch vertieft, ohne jedoch einen Unterrichtscharakter entstehen zu lassen. Das sieht dann z. B. so aus:


Unterrichtsthema: Leben im Mittelalter


mögliche Nachmittagsangebote

Bauen einer Ritterburg
Deckchen weben
Arbeiten mit Ton
Basteln von Schwertern
mittelalterliche Spiele

Unterrichtsthema: Märchen


mögliche Nachmittagsangebote

Entwickeln eines eigenen Märchens
Spiel eines Märchens mit Einsatz der Verkleidungskiste
Fotocollage bzw. eigene Filmaufnahme eines Märchens
Herstellen von Kostümen
Ratespiele
Märchen lesen und erzählen

Es gibt jedoch auch ganz einfache alltägliche Spiele, die der Vertiefung von Unterrichtsinhalten dienen. Dazu zählen unter anderem Rechenspiele zu einem vorgegebenen Zahlenraum am Kaufladen, viele Gesellschaftsspiele, die entsprechend der gewünschten Thematik den Kindern angeboten werden und Schulhofspiele, die mit etwas Fantasie so umgewandelt werden, dass sie zur Verinnerlichung von aktuellen Lerninhalten beitragen.

Hinzu kommt, dass der offene Ganztag in schulbezogene Projekte sowie Festgestaltungen ebenfalls eingebunden ist.


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