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"Bücher können Freunde sein"

Am ersten Tag besuchte uns Bürgermeister Manfred Winkens.
Er erzählte den Kindern von seinem Lieblingsbuch „Der alte Mann und das Meer“. Auch dass seine Tochter früher immer dieselbe Geschichte hören wollte, fanden die Kinder sehr interessant und wussten in anschließenden Unterrichtsgesprächen sogar noch den Titel der Geschichte.

Klassen 1 und 2

In allen Klassen wurde in den darauffolgenden Tagen zum Thema Lesen gearbeitet:

In den Klassen 1a und 1b stellten die Kinder kleine Martins-Büchlein her.

In Klasse 2 stellten die Kinder sich gegenseitig ihre Lieblingsbücher vor und dazu wurde natürlich auch gebastelt.

Außerdem gestalteten die Kinder unter Anleitung ihrer Klassenlehrerin die Schulbücherei um. Fast fertig…. Die farbliche Gestaltung passt jetzt zu den Farben der Lesestufen.

3. Klassen

Hier die Berichte der Klassen 3a und 3b:

Robinson Crusoe 3 Tage in einer Hütte

1. Projekttag

Decken? Wäscheklammern? Taschenlampen? Was sollte das denn?

Am ersten Projekttag schleppten wir also riesige Taschen in unsere Klassen und sahen uns ratlos an.
Frau Wibbeke gab uns ein Büchlein mit dem Titel Robinson Crusoe. Wir schauten hinein und fanden heraus, dass es keine Einzelgeschichten enthielt, sondern das ganze Buch von dem Abenteuer eines Mannes erzählte. Wir hielten also einen Roman in den Händen, der uns sofort in den Bann zog. Ausgerüstet mit einem Lesebegleitheft ließen wir uns auf dieses Abenteuer aufgeregt ein.

Nach einer Weile hieß es plötzlich: „Lesestopp!!!“
Alle schauten ganz irritiert hoch. Frau Wibbeke las uns die Szene vor, als Robinson nach einem Schiffsunglück auf einer Insel strandete. Was sollte er jetzt machen?
Die ganze Klasse rätselte und kam zu dem Schluss: Er brauchte dringend Trinkwasser, Essen und eine Hütte!

Jedes Kind mutierte zum Robinson Crusoe. Unsere Insel war unsere Klasse. Auch wir mussten uns eine Hütte aus den Dingen bauen, die wir hier vorfanden: Tische, Stühle, Decken und Wäscheklammern.

Zur Pause waren wir fertig, machten das Licht aus, verzogen uns mit unseren Broten in unsere Hütten und aßen begeistert mit Taschenlampe in der Hand das Frühstück.

Nach der Pause wollten wir unbedingt wissen, wie es Robinson weiter erging. Also verschwanden wir mit den Romanen in unseren Lesehütten und wurden so Teil eines tollen Robinson-Abenteuers.

Eine halbe Stunde später zeigte uns Frau Wibbeke Sportreifen. Daraus kann man auch Hütten bauen? Das hatten wir schnell heraus... ruckzuck standen in der Klassenmitte 2 kleine Hütten für Kinder, die etwas Ruhe brauchten oder als Lagerraum für unsere notwendigsten Überlebensdinge.

Das Schönste zum Schluss: Wir durften unsere Hütten 3 Tage lang stehenlassen!!! Das gab ein Riesenhurrrrrraaaaaa!

2. Projekttag

Gott sei Dank!!! Unsere Hütten standen noch im Klassenraum. Wir brauchten keine Aufforderungen und verschwanden sofort mit unseren Romanen in den kleinen Wohnungen.
Es war so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können.

Nach etwa einer halben Stunde hieß es: „Lesestopp!“

Was war das? Beamer und Laptop? Frau Wibbeke erklärte uns zu Höhlenbau-Experten. Nun standen wir vor einer neuen Herausforderung. Mithilfe eines Films, einer Bauanleitung, Kleberollen und eine Unmenge Zeitungspapier erhielten wir folgenden Auftrag:

Die ganze Klasse ist gestrandet und baut eine Höhle aus Zeitungspapier. Jeder hilft, alle arbeiten. Absprechen untereinander und Lesen der Arbeitsanleitung sind für das Gelingen dieser besonderen Hütte absolute Voraussetzung ... sonst schafft die Klasse diese Aufgabe nicht und wir überleben auf unserer Klasseninsel nicht ;-))

Das war vielleicht ein Gewusel. Alle rollten Zeitungswürste, die dann mit dickem Band verklebt wurden. Aber nach und nach entstand das Gerüst aus zusammengebauten Dreiecken. Dann noch schnell die Dachstreben drauf und ein Tuch drüber. Geschafft!

6 Kinder passten eng gedrängt in unsere Zeitungshütte !!!

3. Projekttag

Dieser Vormittag ist schnell erzählt:
- Besuch des Kinderbuchautors
- Lesen in unseren Romanen in unseren Hütten
- Aufräumen

Wir waren am Endes dieses Vormittags echt traurig …

Zum Schluss noch einmal unser Rat:
Wir waren uns einig … zu einem tollen Lesevergnügen braucht man ein gutes Buch und eine gemütliche Leseecke … das überzeugte auch unsere „Lesemuffel“ ...

Wie entsteht eigentlich ein Buch?

Das fragten sich die Kinder der Klasse 3b in der Projektwoche. Die beste Erklärung für diese Frage ist natürlich, selber ein eigenes Klassenbuch herzustellen:

Ein Thema für das gemeinsame Buch wurde schnell gefunden, da im Sachunterricht gerade die "Dinosaurier" ganz hoch im Kurs stehen!

"Wir schreiben unsere eigenen

Dinosaurier-Abenteuergeschichten!"

Schon bereits eine Woche vorher wurden diese Geschichten ausgedacht, verfasst und überarbeitet. In der Projektwoche selber wurden die Geschichten dann an den Laptops getippt und Bilder zu den Geschichten gemalt. Schließlich erlernten die Kinder das Buch selber zu binden:

Das Buchbinden ist ein altes Handwerk mit langer Tradition, das durch die Modernisierung und die Möglichkeit der heutigen Technik immer mehr aus dem Bewusstsein geraten ist. Heutzutage kann sich jeder Bücher leisten und durch den großen Bedarf an immer preiswerteren Büchern werden Bücher in der Regel nur noch maschinell hergestellt. Die Leistungen des Buchbinders konzentrieren sich inzwischen hauptsächlich auf Restaurierungen und Reparaturen.

Die Kinder der 3b führten die moderne Variante des Buchbindens selber durch. Es handelte sich hierbei um das Klebebinden mit Leim, welches 1936 durch Herrn Lumbeck erfunden wurde und daher der Vorgang auch „lumbecken“ genannt wird.

Auf den Fotos könnt ihr sehen, wie dies funktioniert:

Und jetzt darf gelesen werden!!!

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

4. Schuljahr

Das vierte Schuljahr hatte schon im Vorfeld als Klassenlektüre mit dem Buch „Krokofil“ von Armin Pongs gearbeitet (www.krokofil.de).

Zum internationalen Tag des Vorlesens besuchte uns dann der Autor in der Schule und las aus seinen Büchern vor. Fast alle Kinder hatten sich für den Tag in Krokofil – grün gekleidet.
Fleißig geübt hatten wir natürlich vorher beim gemeinsamen Singen das Lied „Lesemillionär“, das beim Abschlusstag der Projektwoche mit Armin Pongs gesungen wurde. Die Kinder aus der Klasse 4 begleiteten den Gesang mit Percussion.

Es war faszinierend, wie der Autor beim Erzählen und Vorlesen Bilder in den Köpfen der Kinder entstehen ließ (siehe unten: Bericht der Heinsberger Zeitung).

Bevor Armin Pongs mit den Viertklässlern eine Schreibwerkstatt durchführte verteilte er noch Anti-Albtraum-Steine an die Kinder. Aber vorher mussten sie ihm versprechen, jeden Tag zu lesen.

Leseversprechen

Anti-Albtraum-Steine

Schreibwerkstatt

Sehr beeindruckt hat Armin Pongs auf die entstandenen Geschichten der Viertklässler reagiert und auch in diesem Zusammenhang die unterrichtliche Arbeit von Jasmin Dahm gelobt.
Besonders begeistert hat ihn die Geschichte von Keira, die gute Aussichten hat, bei dem von ihm jährlich ausgeschriebenen Schreib-Wettbewerb einen Besuch bei Armin Pongs am Chiemsee zu gewinnen.

Die "Heinsberger Zeitung" schreibt:

Variables Sprachlernen leicht gemacht

Der Kinderbuchautor Armin Pongs präsentiert in der Orsbecker Grundschule seine Vorlesesequenzen mit spannenden Informationen. (Ein Bericht von Johannes Bindels)



Wassenberg-Orsbeck. Vom 1997 gestorbenen Philosophen Isaiah Berlin sagten seine Zeitgenossen, dass er der eifrigste Leser des Jahrhunderts gewesen sei. Aus Grundschulkindern eifrige Leser zu machen, war auch das Anliegen des Kinderbuchautors und Psychologen Armin Pongs bei seinem Vorlesebesuch in der Martinus-Grundschule in Orsbeck. Die Schule hatte ihn im Rahmen des Internationalen Vorlesetages eingeladen.

Der aus Mönchengladbach-Rheydt stammende und am Chiemsee lebende Autor hatte Geschichten und Lieder seiner Kinderbuchreihe um ein kleines Krokodil namens „Krokofil“ mitgebracht. Gespannt und erwartungsvoll saßen die Kinder der Klassen drei und vier auf ihren Stühlen und hörten der angenehmen Stimme von Armin Pongs zu. Aus dem Buch „Krokofil – Das Karussell der Farben“ las er ein Kapitel vor.

Methodisch und didaktisch gut

Krokofil, die Hauptfigur seiner Kinderbuchreihe, ist ein freundliches Krokodil, das an seine Träume glaubt und mit Ausdauer daran geht, diese zu verwirklichen. Und das Krokofil hat viel gelesen, ist viel gereist und hat vieles kennengelernt. Entstehende Probleme löst es mit Fantasie und Mut. Jede der spannenden Geschichten mit dem Krokofil enthält eine positive und verstärkende Botschaft zwischen den Zeilen. Methodisch und didaktisch geschickt nahm Pongs die Kinder mit in diese Geschichten. Er modulierte, artikulierte und verdeutlichte mit Mimik und Gestik die vorgelesenen Erlebnisse und Abenteuer seines moralisch vorbildlich handelnden Krokofils. Und er ließ seine Hauptfigur immer wieder Erkenntnisse formulieren, so wie jene, dass es wichtig sei, Freunde zu haben.

Welche drei Dinge benötige jedes Kind, fragte der Autor die Kinder und verwies auf die Vorbildfigur: „An den Traum glauben, gute Freunde haben und viel Fantasie haben“, antworteten die Kinder im Chor. In seine kurzen Vorlesesequenzen flochte Armin Pongs kurze Fragen darüber ein, was gerade vorgelesen wurde, oder ließ die Kinder schwierigere Namen wie die des Prinzen „Kara Ben Duin al Hadschi Rabat“ gemeinsam wiederholen. So gelang es ihm, wohldosiert die Aufmerksamkeit hochzuhalten.

Die Abenteuer vom Krokofil spielten in sieben europäischen Ländern. Die Länderbesonderheiten gaben wiederum zahlreiche Sprechanlässe. Frankreich sei das Land Napoleons, der Chiemsee heiße auch „Bayrisches Meer“, Neuschwanstein heiße das Schloss Ludwig des II. – immer gab es Gelegenheit, das Wissen zu erweitern und einzubringen. Er ging auch auf das Lesen als intellektuelle Geistesleistung ein. „Beim Lesen entstehen Bilder im Kopf“, erklärte er den Kindern. Und diese Bilder seien andere als die aus dem Fernsehen, fügte er an. Denn diese eigenen Bilder im Kopf, die beim Lesen entständen, blieben bestehen. Zudem sei er reich, reich an Bildern im Kopf, die ihm niemand nehmen könne. Lesen mache reich, lautete Pongs Credo. Zustimmend bejahten die Kinder diese Erkenntnis.

Wundervolles Beispiel

Wie ein Buch entsteht und dass seine Bücher nach alter Handwerkskunst gebunden werden, gab weitere Gelegenheiten, den Wortschatz zu vergrößern. Auch wurden Wörter wie Illustrator, Lektor und Buchbinder erörtert. Und wie viele unterschiedliche Beschreibungen das Wort „grün“ ermöglicht, war ein wundervolles Beispiel für variables Sprachlernen. Mit einem einprägsamen Schwur in rhythmischer Form versprachen sich die Teilnehmer: weniger Fernsehen, weniger Computerspiele, mehr Lesen. Versprechen müsse man halten, das lebte er vor, weil er zugesagt hatte, bei einem Lesefehler zehn Liegestütze zu machen.

Dass lesen Spaß machen kann hatten die Kinder an diesem Morgen gelernt. Und dass daraus auch leichter das Schreiben gelingen könne, war eine weiter gewonnene Erkenntnis. Denn wer viele Bilder im Kopf hat, der könne diese auch in die schreibende Hand fließen lassen, betonte Armin Pongs.

21.11.2017 / Heinsberger Nachrichten / Seite 21 / Lokales